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Tourenhits im Nationalpark Hohe Tauern

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Freundschaft mit Bergen

Prägraten am Großvenediger – Bachlenke - Neue Reichenbergerhütte – St. Jakob im Defereggental

Den Ausgangsort Ströden erreichen wir mit dem Postbus. Schon eine halbe Stunde weiter zeigen sich vor uns die stäubenden Umbalfälle. Wir folgen bei der Pebellalm (1.513m) dem Weg links in das Großbachtal, nehmen den steilen Almfahrweg durch den Hangwald bis zur Stürmitzenalm (1.933 m) und wandern von dort durch die Hutweiden des Großbachtales auf die Bachlenke (2.612 m). Linker Hand türmen sich glatte Felszüge zur pyramidenartigen Gösleswand empor und hinter uns schimmern die weißen Firnfelder über dem Großvenedigermassiv.

Mit Überschreiten der Bachlenke (2.912 m), einem Kammsattel der Lasörlinggruppe, haben wir nach etwa vier Stunden den höchsten Punktder Route erreicht. Einen Steinwurf vor uns liegt der grün schimmernde Bödensee mit der Neuen Reichenbergerhütte, darunter das Trojeralmtal, das von mächtigen 3.000er Gipfeln des Panargenkammes vom Defereggental abschirmt wird.

Nach unserer Hütteneinkehr wandern wir talabwärts und beschreiten bei der Weggabelung den Rudolf-Kauschka-Weg hinab zur Durfeldalm. Knapp unterhalb führt ein schmaler Steig links zu den Knappengruben. Weit oben im Kar des Pizles Hornes auf 2.440 m wurde bis in das 16. Jhd. Kupfer abgebaut. Reste einer verfallene Erzaufbereitungsanlage zeugen von der mühseligen Bergknappenarbeit. Für die Besichtigung dieser Kulturstätte benötigt man etwa zwei Stunden.

Wir verlassen den Almfahrweg und wandern auf dem schmalen Fussweg talwärts durch dichten Zirbenwald. Bald stossen wir wieder auf den Fahrweg, der an einer alten, wasserbetriebenen Mühle vorbeiführt und im Ort St. Jakob i. Def. endet. Nach rund drei bis vier Stunden Abstieg bringt uns der Postbus zum Ausgangsort nach Prägraten zurück.

Alpine Wanderung mit einer Gesamtgehzeit von rund 8 bis 9 Stunden und einem Höhenunterschied von 2.800 m. Voraussetzung: Bergerfahrung, Trittsicherheit, Kondition, gute Bergausrüstung mit Wetterschutzkleidung, gutes Kartenmaterialund ideale Wetterlage. Empfohlen werden die Übernachtung auf der Neuen Reichenbergerhütte und weiters zwei bis drei Tourenbegleiter. Wanderkarte: Nationalpark Hohe Tauern 1:50.000. Ausgangsort: Parkplatz beim Weiler Ströden in Prägraten. Zufahrt mit dem Postbus oder Taxizubringer. Endziel: St. Jakob in Defereggen. Rückfahrt mit dem Postbus