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Umgeben von Dreitausendern An der Bushaltestelle im idyllischen, von alten Bauernhöfen geprägten Weiler Kals-Großdorf beginnt unsere Wanderung. Wir folgen der Straße durch die Feldfluren zum Temblerhof, gehen auf dem Güterweg bis an die Wurzel des Schuttkegels der Dorferfelder, queren dort linkerhand den Raseckbach und wandern bequem auf dem schattigen Forstweg hinauf zur Gorneralm (2.009 m). Nur mehr 200 Höhenmeter trennen uns vom Törlsattel, den wir auf dem Wandersteig durch steile, blumenübersäte Bergwiesen nach insgesamt drei Stunden erreichen. Über 80 Alpenblumenarten wurden hier entdeckt. Schon Johann Stüdl, der Glocknerpionier erzählte von dieser Pracht in seiner Beschreibung von Kals. Der herrliche Aussichtsplatz um das Kals-Matreier-Törlhaus (2.207 m) ist schon voller Leben. Es sind Wanderer, die schon zeitig von den Bergstationen der Bergbahnen Goldried und Glocknerblick über den Panoramaweg hierher aufgebrochen sind und mit uns den faszinierenden Ausblick in die Welt der 60 Dreitausender genießen. Wie ein Doppelgesicht zeigt sich das Törlhaus mit seinen zwei Stirnseiten, die einmal nach Kals und einmal nach Matrei gerichtet sind. Es ist eine lieblich gebaute Schutzhütte, die uns zur Einkehr verführt. Gestärkt mit heimischen Gerichten verlassen wir den Stützpunkt und begeben uns auf den Bärensteig nach Matrei. Obwohl dieser Steig schon von jeher diesen Namen trägt, wurde noch im Jahr 1971 in dieser Gegend ein Bär erlegt. Nach wenigen Gehminuten stoßen wir auf eine Weggabelung, folgen dem talwärts führenden Steig und erreichen an der Waldgrenze einen Forstweg, der uns bis zu den höchsten Höfen am Klaunzerberg leitet. Dort gehen wir der Straße entlang bis hinab nach Matrei zur Bushaltestelle. (3 ½ Stunden). Kammüberschreitende Wanderung mit einer Gesamtgehzeit von rund 6 bis 7 Stunden und einem Höhenunterschied von 2.050 m. Voraussetzung: Kondition, gute Bergausrüstung mit Wetterschutzkleidung, gute Wetterlage. Empfohlen wird ein Tourenbegleiter. Wanderkarte: Nationalpark Hohe Tauern 1:50.000. Ausgangsort: Kals-Großdorf. Endziel: Matrei-Markt. Die Tour kann wahlweise auch umgekehrt unternommen werden, jedoch mindestens eine Stunde Gehzeit mehr. Wer sich den Aufstieg erleichtern will, fährt mit der Bergbahn. |