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Auf historischen Pfaden Nach St. Veit, dem höchstgelegenen Ferienort Österreichs (1.495 m), bringt uns der Postbus. Wir wandern am stetig höhengewinnenden Forstweg bis oberhalb der Speikbodenhütte, halten uns beim Wegkreuz links und folgen den mäßig ansteigenden Fussweg durch eine breite Geländemulde zum Südrücken des Gritzer Hörnle. Die sonnseitigen und daher sehr trockenen Bergwiesen begünstigen hier das Wachstum unzähliger, wärmeliebenden Bergblumenarten. Sie laden zum Staunen und Verweilen ein. Dies ist auch die beste Gelegenheit, den Blick über das Tal und die Kulisse der Deferegger-Berge bis in die Dolomiten zu genießen. Etwas oberhalb weisen uns zwei mächtige Steinmänner den Weg zu den Gritzer Seen, in deren Wasser sich die sanften Hänge und Bergspitzen des Froditzkares spiegeln. Am Westufer treffen wir auf den alten Kirchweg, den die Deferegger in früheren Zeiten zur Wallfahrt nach Obermauern benutzt haben. Diesem Pfad folgen wir bergwärts und erreichen nach insgesamt vier Stunden Wanderung das Virgen/Defereggen Törl (2.616 m). Unter uns liegt das tief eingeschnittene Virgental, das im Norden von einer mächtigen Gebirgskette gegen die kalten Winde des Tauernmassivs abgeschirmt wird. Links vor uns ragt der Lasörling empor und rechts im fernen Blick ist sogar die Spitze des Großglockners erkennbar. Nach kurzem Verweilen im Antlitz des Bergpanoramas steigen wir hinunter zur Gumpachlacke, bevorzugen den Weg rechts über die Merschenhöhe, wandern auf dem Lasörling-Höhenweg zur Zupalseehütte (2.345 m) und anschließend zur Wetterkreuzhütte (2.106 m). Von hier bietet sich die Gelegenheit, die Zeit für den langen, kräfteraubenden Talabstieg nach Virgen (ca. 1.000 hm) mit dem Hüttentaxi einzusparen.
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